Gachtln oda Kachtln

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Sämtliche Namen der Protagonsiten sind annähernd fei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und in keiner Weise beabsichtig.
Texte sind auch im abgespeckten Ausseer Dialekt nicht leicht lesbar, daher wurde diese Geschichte von Heidi Simentschitsch vertont.
Gute Unterhaltung wünschen euch Heidi Simentschitsch und Presl Sepp.

„Gachtln oda Kachtln“.

A Noiausseer, da Kraxner Peda trifft in Presl Hons und moant, wos mochst´n heit. Dä sogt grod „Gachtln“. Da Kraxner Peda is owa scho a wönkü därisch und vaschteht „Kachtln“. Voü Freid moat´a glei: „Heast kennt´s do no an brauch´n, donn kammat i a“.
Da Hons denkt sie, hiaz hom ma den Peda owa neama long. Ba eam Dahoam im Goschtn do schauts aus, da da Sau graust und ba mia tat a go gän gachtln. Wonn in Kraxner seini Schof nit oüwaü d´Eifocht freifressatn, brauhat ma glott an Hubschraufa fi an B`suach.
Jo sogt da Hons: „kimmst hoüt um a ra hoüwi zwoa“.
Do taüfüt da Peda voü Freid glei hoam, legt sei Fuschtgehgwandl o und setzt sein Sunntogshuat auf.
Den mit´n Doxboscht, dä e scho ausschaut wia a Rasierbemsl, waü eam ban hoamgeht scho iawand oamoü d´Schtrossn auf´n Kopf g´foün is.
Glei drauf is a scho ban Bäringa i da Gostschtum g´sessn. D´Hermin kimmt aha, siacht´n und sogt gonz leise „Maria um Hümmüswün, dä Schtinkad sitzt a scho wieda i da Schtum“.
Da Peda moant grod „tat´s ihr heit begln?“
Waü ban Bäringa hom´s oüwaü i da Gostschtum beglt und do hot ma oft zweng da Wäschn nit rauka däfn.
(Grod Dosigi, kennan den echten Nom va den Wiachtshaus).
Owa waü d´Hermin hoüt katholisch erzog´n worn is, däf´s jo nit liagn und presst zwischn iahri drittn Zähnd grod no aussa, – na heit nit.
Drauf moat da Peda: „noo fesch“ und er zint si glei oani o, vo seini uboasch schtinkadn Zigarrn, wo d´Leit oüwaü moan, dara d´Beeln vo sein Schof rauckt, waü wos onas mog go nit aso schtinka.
Zwoa drei Minutn späda hom scho a poa Summafrischla ausdrunka und d´Flucht ergriffn.
No 3 Stund und ca. da 7. Hoüwi mitsommt an eggla Schtamperln wiacht da Peda humarig.
Na herst wos hob´sn heit zan essn? D´Hermin sogt: „Heit hom ma a koüti Kuchü“ und da Peda vaschteht, heit steht da Oüt i da Kuchü. D´ Kochkünste van Wiacht de san legendär und berüchtigt.
Na sogt da Peda: „So an Hunger hob i donn a wieda net. Bring ma liawa no a Ganiturl“.
Wia ea scho zweng an bessan Stond a wönkü broathaxat sein Hoamweg ontretn hot, homs´n glei drauf ban Eingong aus´n Zaun aussakletzln messn.
Intawegs kimmt eam oft no d´Ida mit ihrn Rudi inta. Da Rudi is da Ida Ihr schtinkada Goaßbock, den´s oüwaü iwaroü mit hot.
D´Ida und da Peda megn si owa nit so recht und Sie setzt a glei o.
No host di wieda ogsoffn ha?
Da Peda drauf: „Heast hea auf und weich o, wonn´st das eh merkst, dass de Strossn heit go so eng is.
Sie wieda drauf: „Sauf hoüt ni sovü du oüta Sechta, wonn´st nix neama vatrogst“.
Da Peda hot grod no gmoant: „Na heast du, i bi a Weana und durt hob i scho den an oda ondan kölla laagsoffn“.
Wia ea oft ban Presl Hons sein Goschnt vabeikimmt, schreit a iwan Zaun umi.
„No du bist a schena Frend, den gonzn Nochmittog woat i und ka Sau is kumma“.
Da Presl draht si grod um, siacht dass da Peda wieda oamoü voütankt hot, beitlt in Kopf und orawat weita.
50 meta dano is in Pedan wieda oamoü d´Schtrossn auf´n, Kopf g´foün und ä is liegahaftig worn.
Hiatz homs´n hoüt zommklaubt und mit da Radlgoschn dahoam vo seina Ti zuahigloand. Bled is grod g´wesn, da eam oana vo sei Söckübärn den letz´n Rest va sein wunaschen Doxboscht van Huat ohagfressn hot. Grod d´Hüsn is iwarig blieb´m.
Presl Sepp, 2020.

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