Bedschtaffü i tritt´di

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In der Andreasnacht und/oder der Thomasnacht.

Ein sehr intimer Brauch, welcher keine Zuseher duldet.
Dabei handelt es sich um einen Blick in die Zukunft eines heiratswilligen Mädchens.
Dieser Brauch wird in der Andreasnacht(vom 29.11. zum 30.11.) begangen.
Der hl. Andreas ist u.a. auch der Schutzpatron der Liebenden.

Das Mädchen stellt sich um Mitternacht nackt vor ihr Bett und tritt mit einem Fuß gegen das Bettstaffel. Ohne sich dabei umzusehen spricht sie das Sprücherl:

Bedschtafü i tritt´ di,
Haüjiga Andreas i bitt´ di,
lo ma im Tram erschein,
den Oüaliabst´n mein.

Je nach Gegend, wird auch ein Schemmel verwendet, auf welches sich das Mädchen stellt. Der Spruch lautet folglich:

Schammerl i tritt´ di……….
Welche Rolle die Nacktheit dabei spielt, konnte mir niemand erklären.

In manchen Teilen wird auch in der Thomasnacht (21.12.) dieses Orakel befragt.
Haüjiga Thomas i bitt´di……
Für das Ausseerland ist mir bekannt, dass dieser Brauch tatsächlich begangen wurde. Ob es auch heutzutage noch zutrifft, bleibt ein Geheimnis der Betroffenen.

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